Gut aufgelegt

Ein Artikel von Angelika Kraft | 05.07.2021 - 18:00
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Der Sommer ist da, die Sonne gibt strahlentechnisch ihr Bestes und somit muss alles raus! Raus ins Freie und ab an den Grill! Doch wenn das große Anbraten beginnt, stellt sich die Frage nach dem perfekten Gerät. Muss Kohle her? Oder sind Sie Feuer und Flamme für einen Gas- oder Elektro-Griller? Wir verraten Ihnen die Pros und Contras.

Kohle her!
Grillen über glühenden Kohlen ist mit Sicherheit die archaischste Form des Grillens, die speziell in großen Runden einfach unglaublichen Spaß macht. Vor allem Männer lieben das Dreiergespann Kohle – Feuer – Fleisch (grunz!). Ob das Grillgut durch das Raucharoma tatsächlich besser schmeckt, wird selbst unter Fachleuten heiß diskutiert. Auf alle Fälle aber sollte man beim Grillen mit dem Holzkohlegrill etwas Zeit mitbringen, denn beim Kohlegrill bedarf es der längsten Vorbereitungszeit für das Anheizen. Je nach Art des Grills und der Menge an Kohle kann es bis zu einer Stunde dauern, bis der Grill die richtige Temperatur hat. Verkürzen können Sie die Vorlaufzeit mit einem Anzündkamin. Und trotzdem: Gerade das Anfeuern bereitet traditionellen Grillfans am meisten Freude, denn genau dieses Können macht einen guten Grillmeister aus. Außerdem kann man die Wartezeit auch positiv sehen: Bis die Kohle glüht, trinkt man einfach das erste Bier, plaudert mit den Gästen und lässt die Vorfreude auf das Grillvergnügen ins Unermessliche steigen. Auch die Rauchentwicklung eines Kohlegrills sollte man nicht unterschätzen. Durch zwei Tricks lässt sich diese jedoch verringern: Wählen Sie hochwertige Kohle und achten Sie darauf, dass kein Fleischsaft auf die Kohlen tropft. Verwenden Sie eine Zange zum Wenden des Fleisches, anstatt es mit der Gabel aufzuspießen. Nichtsdestotrotz: Rauch entsteht beim Holzkohlegrill immer. Daher eignet er sich vor allem für Grillspaß im Freien, in großen Gärten oder auf für das Grillen freigegebenen Wiesen.

Geben Sie Gas!
Ohne Rauch geht´s auch! Wichtigster Vorteil des Gasgrillers: Er raucht und qualmt nicht, der damit verbundene Gestank bleibt damit aus. Das macht den Gasgrill besonders für Balkon- und Terrassenbesitzer ideal, die mit ihren Nachbarn weiterhin einen guten Kontakt pflegen wollen. Auch die Entsorgung der Asche entfällt, wodurch das Grillen mit dem Gasgrill eine sehr saubere Angelegenheit ist. Natürlich spielt auch der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Gasgriller lassen sich mit einer automatischen Zündung bequem entzünden. Der Griller ist somit sofort heiß und grillbereit und die Temperatur hält beliebig lange – zumindest solange das Gas reicht. Außerdem grillt der Gasgrill am präzisesten, da die Hitze genau steuerbar ist.
Ein Nachteil ist, dass der spezielle rauchige Geschmack des Grillguts, auf das Holzkohle-Fans trotz immer mehr auftretender Skepsis vehement schwören, natürlich fehlt. Das lässt sich jedoch mit so genannten Wood-Chips ausgleichen. Hier handelt es sich um Holzflakes, die in gelöcherte Alufolie eingewickelt und bei geschlossenem Deckel der Grillhitze ausgesetzt werden, damit sie ihr Aroma an das Grillgut abgeben. Zudem sollte man beim Anschluss der Gasleitung einen Fachmann zu Rate ziehen.

Unter Strom
Elektrogrills haben unter hartgesottenen Grillfans kein besonders gutes Image. Klar, mit Grillen über offenem Feuer hat der Elektrogrills nichts gemein, doch gerade, weil weder Holzkohle noch Flammen zum Einsatz kommen, bietet er eine Reihe an Vorteilen, die nicht zu unterschätzen sind: Kein Rauch, kein Qualm, kein Geruch – außer dem Duft köstlicher Speisen. Und falls Ihnen an einem Regentag der Sinn nach Gegrilltem steht, können Sie den elektrischen Grill sogar im Esszimmer aufstellen. Ein weiterer Vorteil des „Stromfeuers“ ist die einfache Handhabung der Geräte. Sie brauchen nicht warten, bis die Kohle durchgeglüht ist und die Grilltemperatur lässt sich sehr gut regulieren. Auch die Reinigung geht meist ganz leicht, denn oft lassen sich Auffangschale und Grillrost sogar im Geschirrspüler säubern.